AMA Supercross Daytona 2016 MSC Hennweiler

AMA Supercross Daytona 2016

In der Nacht von Samstag auf Sonntag stand das AMA Supercross Daytona 2016 an. Zusammen mit dem Start zur Daytona Bike Week, wurde die neunte von insgesamt 17 Veranstaltungen der Monster Energy Supercross Serie 2016 eingeläutet. Der Track wurde aus 5000 Tonnen Erde nach den Vorstellungen von Ricky Carmichael auf dem Gelände des Daytona International Speedways gebaut. Wie so etwas vonstatten geht, zeigt das Video eindrucksvoll:

Musquin beim Supercross in Atlanta um den Sieg gebracht

Leider sprach nach Atlanta kaum jemand über den deutschen Ken Roczen, der sich nach hartem Kampf als Sechster über die Ziellinie schleppte. Vielmehr war es Marvin Musquin der die Schlagzeilen auf seiner Seite hatte. Der Aufsteiger aus Frankreich hatte das Rennen 19 Runden lang unter ständigem Druck von Serien-Leader Ryan Dungey angeführt und es sah alles nach einem lupenreinen Sieg für den Franzosen aus. Beim Überrunden von James Stewart, der nach seiner Gehirnerschütterung erstmals wieder im Main-Event antrat, passierte es dann. Stewart blieb auf der Ideallinie und Musquin kam beim Überholen aus dem Tritt und von der Strecke ab. Profiteur dieses Szenarios war Teamkollege Dungey, der sich einen weiteren Sieg und 25 Punkte sichern konnte. Zu erwähnen ist sicherlich der erneute Podiumsbesuch von Oldie Chad Reed. Hauptsächlich habe er an seiner mentalen Einstellung gearbeitet, nachdem die Ergebnisse nach dem vielversprechenden Saisonstart in der letzten Zeit dann doch etwas zu wünschen übrig ließen.

Grün kann siegen

Wer hätte es gedacht? Eli Tomac ist auch auf der für ihn noch relativ neuen Kawasaki siegfähig. Der Track war ein Hybrid aus Out- und Indoor Kurs und vielleicht lag das dem erfahrenen Motocrosser mehr, als er es selbst für möglich hielt. Der Grüne schnappte sich den Holeshot, führte jede Runde an und fuhr vor Dungey und Musquin über die Ziellinie. Mehr geht nicht. Roczen hingegen kam als zehnter aus der ersten Runde und musste sich durch das Feld kämpfen. Endrang 5 hinter Anderson war der Lohn seiner Mühen. Aktuell liegt Roczen mit 39 Punkten hinter Dungey und außerdem droht Gefahr von hinten, denn Anderson fehlen nur noch 11 Punkte auf den Deutschen.

Meisterschaftsstand nach 9 von 17 Veranstaltungen

1. Ryan Dungey, KTM – 213
2. Ken Roczen, Suzuki – 174
3. Jason Anderson, Husqvarna – 163
4. Eli Tomac, Kawasaki – 154
5. Cole Seely, Honda – 145
6. Chad Reed, Yamaha – 141