AMA Supercross Indianapolis 2016 MSC Hennweiler

AMA Supercross Indianapolis 2016

In der Nacht von Samstag auf Sonntag stand das AMA Supercross Indianapolis 2016 an.Schauplatz der mittlerweile dreizehnten Meisterschaftsrunde war das Lucas Oil Stadium. Der Kurs erinnerte an eine Outdoor Veranstaltung. Diese Tatsache hinderte die Herren Dungey und Roczen allerdings nicht, eine noch bessere Show als am letzten Wochenende aufzuführen. Dungey ging gewohnt früh in Führung. Roczen schnappte sich in Runde eins Tomac mit einem aggressiven Manöver und verfolgte daraufhin Dungey. Die beiden kämpften prächtig. Roczen hatte einige schnellste Rennrunden zu bieten und kam immer wieder einmal an Dungey ran. Vorbeigehen und sich absetzen konnte der Deutsche sich leider nicht und so ging ein weiterer fast lupenreiner Start-Ziel Sieg an Ryan Dungey. Roczen und er hatten gewaltige 27 Sekunden Vorsprung vorm drittplazierten Anderson auf der Werks-Husky, der hinter „The Diesel“ und „K-Roc“ auch weiterhin den dritten Platz in der Tabelle inne hat. Es folgten Canard, Bagget und reed auf seiner Yamaha.

Meisterschaftsstand nach 13 von 17 Veranstaltungen

1. Ryan Dungey, KTM – 303
2. Ken Roczen, Suzuki – 258
3. Jason Anderson, Husqvarna – 240
4. Eli Tomac, Kawasaki – 212
5. Chad Reed, Yamaha – 193
6. Marvin Musquin, KTM – 182

Fazit

So langsam stellt sich einem die Frage, was den erneuten Sieg der Meisterschaft von Dungey noch verhindern soll. Roczen ist in Indianapolis gut gestartet. Er hatte richtig schnelle Rundenzeiten und mit seiner Kondition scheint es sehr gut auszusehen. Trotzdem hat er Dungey nicht besiegen können. Ist es vielleicht doch der Unterschied Werksteam zu Privatteam? Kann vielleicht KTM viel schneller auf die Wünsche von Dungey reagieren als die RCH Truppe? Und hat Dungey mit der neuen KTM Werkswaffe vielleicht sogar das überlegene Motorrad? Schließlich liegt Anderson mit der annähernd baugleichen Husky auf Rang drei der Tabelle und selbst 450er Neuling Musquin kann sich mit der Orange mehr als gut in Szene setzen. Es sind an der Spitze des SX-Feldes Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen. Roczen muss sich nach heutigem Stand bereits jetzt für die nächste Saison etwas einfallen lassen, damit diese Kleinigkeiten für ihn funktionieren. Ob er dann noch auf einer Suzuki sitzt, bleibt abzuwarten. Immer wieder wird der Deutsche mit Honda in Verbindung gebracht. Aber bis zur nächsten Saison ist es noch lang und wer weiß, noch hat er die theoretische Chance auch noch in diesem Jahr SX-Meister zu werden. Warten wir es ab.