Fazit zum SMX SUPERMOTOCROSS RIDERSCUP 2016

Fazit zum SMX SUPERMOTOCROSS RIDERSCUP 2016

Die Ergebnisse des gestrigen SMX SUPERMOTOCROSS RIDERSCUP 2016 dürften bereits bekannt sein. Falls nicht, hier ist ein kleiner Überblick:

Endstand Markenwertung

1. KTM (Dungey, Musquin, Herlings)
2. Honda (Gajser, Paulin, Bobryshev)
3. Kawasaki (Tixier, Searle, Brylyakov)
4. Hus­qvar­na
5. Ya­ma­ha
6. Su­zu­ki

SMX-Riders Cup Einzelwertung

1. Ryan Dungey
2. Jeffrey Herlings
3. Marvin Musquin
4. Romain Febvre
5. Jordi Tixier
…19. Dennis Ullrich (Wildcard)

Das Fazit zum SMX SUPERMOTOCROSS RIDERSCUP 2016 fällt zweigeteilt aus

Auch wenn es nicht die Masse an Überholvorgängen auf der Piste gab, so muss man sagen, dass die Rennaction auf Schalke mehr als sehenswert war. Das lag unter anderem auch daran, dass man die WM Piloten nun mal nicht vom Einsatz in einem Stadion her kennt. Darüber hinaus macht es natürlich sehr viel Spass den US-Boys in Europa zuzusehen. Gerne hätte man sich ein paar mehr Überseejungs gewünscht, aber Verletzungen, wie etwa bei Jason Anderson, oder Markenwechsel, wie etwa bei Justin Barcia und Ken Roczen, standen dem eindeutig im Weg.
Über die Eintrittspreise lässt sich streiten. Wenn wirklich alles bei der Veranstaltung passt, sind diese sicher gerade noch vertretbar. Aber dem war leider nicht so. Alleine die Tatsache, dass die Schalke Arena nur minimal gefüllt war- es wird von 5.000-10.000 Besuchern gesprochen, es passen allerdings über 62.000 rein- war schon sehr deprimierend. Dies gilt nicht nur für die Besucher, bei denen einfach keine Stimmung aufkommen wollte, sondern auch für die Fahrer, die es einfach verdient haben, vor vollen Rängen zu fahren.
Auch das Pausenprogramm lies etwas zu wünschen übrig. Zwar hatte man unter anderem Stargäste wie Stefan Everts und Justin Barcia vor Ort, aber oft sah man nur die Aufnahmen der Interviews mit den Helden auf den Schalke-Bildschirmen an der Decke, es fehlte jedoch der dazu passende Ton. Eine FMX-Show fehlte vollständig. Lediglich zwei Trial-Piloten rockten die Startgerade und ein Yamaha Side-by-Side Pilot blamierte sich, als er sein Fahrzeug nach einer etwas lahmen Darbietung unabsichtlich auf die Seite warf und damit den ersten wirklichen Applaus bekam. In diesem Bereich besteht also Verbesserungsbedarf bei dem Team von Youthstream, ansonsten ist die Idee hinter der Veranstaltung nicht von schlechten Eltern und das Racing war -wie bereits erwähnt- allererste Sahne.
Eine positive Sache gilt es noch zu erwähnen: Dank der wenigen Zuschauer, kam man relativ schnell an seine Rennwurst und das Verlassen des Parkplatzes war -zeitlich gesehen- ebenfalls ein Kinderspiel. Alles in allem, hat sich der Abend positiv ins Gedächtnis gebrannt. Gerne wieder, sofern am Gesamtbild gearbeitet wird.

Impressionen

Fotos: Archer R / KTM